Men in Black 3

Ob Higgs-Bosonen für eine erfolgreiche Rückreise in der Zeit von Nöten sind, wage ich an dieser Stelle nicht zu beantworten, aber die Prognose, dass der Grundsatz E=mc² zu Tragen kommt, gebe ich gerne ab. Wie viel Energie tatsächlich benötigt wird, bleibt Spekulation, da unklar ist wie hoch der Bedarf ist, um ein Kilogramm für eine Sekunde auf der Zeitachse in die andere Richtung zu senden.
Das Gute ist, dass wir uns solchen physikalischen Fragen zur Besprechung von MIB 3 gar nicht widmen brauchen, da einerseits im Film zweierlei Zeitreisen angeboten werden (eine mit Treffen auf das vergangene Ich und eine ohne Fortbestand des bisherigen Ichs) und zum Zweiten noch kein Mensch außerhalb der Fiktion eine rückwärtige Zeitreise vollzogen hat. Falls doch, dann erscheine mir bitte in fünf Minuten zukünftiges Ich.


Handlung

Ein alter Widersacher von K bricht aus All-catraz aus und reist in die Vergangenheit, um K zu töten. Nachdem ihm das gelingt, reist J seinerseits in eine noch frühere Vergangenheit, um diese Tat zu verhindern, indem er die 60er jahre Präsenz des zukünftigen Mörders zu liquidieren versucht. Dabei geht nicht alles glatt und diverse andere abstruse Figuren erblicken das Licht der MIB Welt.


Filmbeschreibung

Die ersten Minuten, mit der Figurenvorstellung des Bösewichts, plätschern etwas vor sich hin, da dieser mit meist lächerlichen Onelinern um sich wirft und man macht sich bereits Sorgen, dass die Reihe um die geheime Geheimorganisation seinen Charme verloren hat. Doch zu früh gejammert. Mit dem Erscheinen eines junggebliebenen Will Smiths und eines sichtlich alternden Tommy Lee Jones´ zieht die Achterbahn steil nach oben und offenbart den typischen MIB Humor aus den bisherigen Teilen. Außerdem werden hier bereits einige Andeutungen gemacht, die für den Plot im späteren Verlauf von Bedeutung sein werden. Bis hierhin wird aus MIB eine gute Komödie, die sich aber spätestens mit dem Einbringen der Zeitreisethematik zu einer sehr guten Komödie entwickelt.

Spätestens wenn J im Jahre 1969 auf den jungen K trifft, geht der Spaß so richtig los. Und das mit vielen Anspielungen auf die bisherigen Teile und sehr vielen Kleinigkeiten, die sich im Hintergrund abspielen. Es darf also gerne an den Hauptdarstellern vorbei geschaut werden, um z.B. Lady Gaga, oder einen als Roboter verkleideten Mann zu entdecken. Die Liebe zum Detail wird auch in der Skurrilität einiger Storykomplexe deutlich. Allein die Erklärung, wie man erkennt, dass eine Zeitreise vollzogen wurde, ist so wahnsinnig bescheuert, dass man zwangsläufig zum Lachen eingeladen wird. Insgesamt ist MIB eine reinrassige Komödie, die zwar hie und da langsamere, fast schon dramatische Töne anschlägt, die sich aber stets der Unterhaltung unterordnen müssen.
Auch der übergeordnete Plot weiß zu überzeugen, und antwortet nicht nur auf in den vorigen Teilen gestellte Fragen, sondern bietet nebenbei so manche Überraschung. Hier kann man schwer die Gerüchte glauben, dass das Drehbuch erst während dem Prozess des Filmens fertiggestellt wurde. Glanzstück ist aber zweifellos die Spielfreude der beiden/drei Hauptdarsteller, die man ihnen zu jeder Zeit anmerkt und ein kongeniales Duo mit den vielen Einfällen der Leute hinter Kamera bildet. So bleibt einzig der Anfang, der leicht hinterherhinkt.
Wer Gefallen an entweder den ersten beiden MIB gefunden hat, oder ein großer Will Smith Fan ist, der kommt an einer Sichtung nicht vorbei. Wer eine Komödie sehen möchte, der ist hier ebenfalls sehr gut beraten. Und dass Zeitreisen ein Garant für Zuschauerinteresse sind, ist nicht erst seit Zurück in die Zukunft klar. Folglich eine Empfehlung an dieser Stelle, allerdings nicht für die 3D-Variante, die keinerlei Vorteile bietet.


Bennis Fazit

Ich hatte tatsächlich Bedenken, da er eine gewisse Zeit braucht, um in Fahrt zu kommen und der Antagonist nur blödsinnige Sprüche von sich gibt. Glücklicherweise ändert sich das Bild recht flott und ab dann macht MIB 3 richtig Spaß, bietet einige große Lacher und konnte mich überzeugen, dass ich in meinem Fazit erwähne, dass ich glücklichen Gemüts aus dem Kinosaal hinaus schritt. Wer mit Fußball nichts anfangen kann, hat nun einen Grund bei schlechtem Wetter ins Kino zu pilgern, alle anderen haben noch bis zum 8. Juni Zeit. Oder ihr wartet bis Zeitreisen möglich sind und holt das in 60 Jahren nach. Da mich heute kein Zeitreisender aus der Zukunft besucht hat, würde ich mich darauf allerdings nicht verlassen.

Bleiben also nur noch zwei Fragen stehen:
- Wie würde die heutige Welt ausschauen, wenn Hitlers Mutter von einem Arzt aus der Zukunft zu einer Abtreibung gedrängt worden wäre?
- Warum schaffen es Shampoo-Hersteller nicht, dass auch Produkte für Erwachsene nicht in den Augen ziepen?

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Bewerte den Film mit 1-11 Sternen
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Über Benni

Ein gelernter Arbeitsloser, der für zwei Jahre als Chef-Arbeitsloser bei milw.org scheinbeschäftigt war, um nun wieder in seine alte Profession zurückzukehren. Endlich hat er noch mehr Zeit, um seiner Passion, dem RTL Schauen zu frönen. Außerdem zahlt der impotente Säufer leidenschaftlich Alimente für seine zahlreichen Kuckuckskinder und ist begeisterter Erfinder. Erst letztens entwickelte er ein eigenes Hartz VI - Gesetz, welches Arbeitslosen so viel Gehalt bescheinigt, wie sie in Bier innerhalb eines Monats trinken können. Es wird wohl nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir von diesem Mann gelesen haben. Sucht einfach mal im Anzeigenteil eurer Lokalzeitung unter "Wahlarbeitsloser Nichtduscher sucht neureiche, tatkräftige Businesslady als sexuell interessierte Haushälterin auf ohne Gehalt Basis"